Mitarbeiter-Führung ist eigene Profession

Der stellvertretende Chefredakteur der KÄRNTNER WOCHE, Herr Gerd Leitner, im Gespräch mit Herrn ao. Univ.-Prof. Dr. Robert Neumann:

„Die Praxis zeigt, dass Führungskräfte noch immer nach einem klassischen Muster rekrutiert werden“, sagt ao. Univ.-Prof. Dr. Robert Neumann, Direktor der M/O/T® Management School.

Derjenige im Team, der der Beste in seinem Job ist, werde meistens zum Chef. Das Problem: „Er ist fachlich gut, hat aber Führung nie gelernt.“ In der Folge passieren Fehler in der Leitung des Teams. „Manche kümmern sich nicht um die Führung“, spricht Neumann aus Erfahrung. Andere würden ihre Unsicherheiten mit „übertriebener Autorität“ kompensieren.

Diesen Problemen will die School of Management, Organizational Development and Technology der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt Abhilfe schaffen. Dr. Neumann ist Direktor dieser Management School, in der berufsbegleitend Führungskräfte weitergebildet werden. Neumann: „Es ist wichtig, dass Führung als eigene Profession betrachtet wird“. „Wie ein Team geführt wird, entscheidet über den Erfolg einer Abteilung oder eines Unternehmens.“ Viele würden glauben, man kann „Verhalten durch Worte korrigieren“. Doch: „Allein das Verhalten zählt.“ Der Führungsstil spiegle sich also in der Performance wider. „Die Führungskraft fungiert dabei als Multiplikator“, erklärt Neumann weiter.

Artikel in: KÄRNTNER WOCHE, 14. September 2011, Seite 8

2018-10-11T11:46:21+00:00